Das Offensichtliche

15 Minuten am Tag klingen nach nichts.

Pro Mitarbeiter sind das bei rund 240 Arbeitstagen etwa 60 Stunden im Jahr — mehr als eine komplette Arbeitswoche, gebunden in kleinen Schritten, die im Alltag kaum noch jemand hinterfragt. Bei typischen Gesamtkosten von rund 30 € pro Stunde sind das etwa 1.800 € pro Mitarbeiter und Jahr. Und Sie unterschreiben das jeden Monat mit.

Zeit-Anteil
~ 3 %
Stunden / Jahr
60 h
Pro MA / Jahr
~ 1.800 €

Und das ist nur der Teil, den man noch rechnen kann. Das wirklich Teure liegt dort, wo längst niemand mehr hinsieht.

Die blinden Flecken

In jedem Unternehmen läuft Geld weg — meist nicht dort, wo Sie zuerst suchen.

Reibung ist selten spektakulär. Sie sitzt in Gewohnheiten, alten Abläufen, stillen Umwegen und Dingen, die irgendwann entstanden sind — und seitdem einfach mitlaufen. Nicht weil jemand etwas falsch macht. Sondern weil im Tagesgeschäft niemand die Zeit hat, sie sauber zu zerlegen. Außer jemand kommt von außen und tut genau das.

// Befund 01

Was Sie monatlich zahlen, ohne dass es noch sauber genutzt wird.

Zugänge, Lizenzen, Verträge, Kapazitäten. Vieles wirkt klein — bis man es zusammenzählt. Sichtbar wird es erst, wenn jemand systematisch prüft, was Sie wirklich brauchen.

// Befund 02

Was im Hintergrund läuft, obwohl niemand mehr hinsieht.

Abläufe, die seit Jahren unverändert sind. Schnittstellen, die man hinnimmt. Workarounds, die längst Normalität wurden. Sie kosten leise — jeden Tag, an dem sie bleiben.

// Befund 03

Was erledigt wird, obwohl es niemand mehr bewusst bestellt hat.

Reports, Kontrollen, Listen, Rückfragen und Doppelarbeiten. Manche Aufgaben bleiben nicht, weil sie wertvoll sind — sondern weil sie nie jemand hinterfragt hat.

Drei Muster, die in fast jedem mittelständischen Unternehmen vorkommen. Nicht weil jemand versagt — sondern weil gewachsene Abläufe selten von selbst ehrlich werden. Dafür braucht es jemanden, der bewusst hinsieht.
Methode

Gewachsene Systeme fasst man nicht grob an. Man fasst sie mit Verfahren an.

Etwas abzuschalten, zu ändern oder zu vereinfachen klingt leicht. Ist es aber nicht. In gewachsenen Unternehmen hängt oft mehr zusammen, als auf den ersten Blick sichtbar ist. Deshalb arbeite ich nicht mit Vermutungen, sondern mit einem sauberen Ablauf: erst verstehen, dann belegen, dann entscheiden, dann handeln.

01 Sichten

Bestand aufnehmen — ohne vorschnell zu urteilen.

Was existiert? Was wird genutzt? Was kostet? Was hängt daran? In dieser Phase wird nichts verändert. Erst wird sichtbar gemacht, was wirklich da ist.

02 Belegen

Befunde mit Daten statt Bauchgefühl.

Jedes Element bekommt einen Status, einen Eigentümer und eine Einschätzung. So wird aus einem Verdacht eine belastbare Grundlage für eine Entscheidung.

03 Eingreifen

Schrittweise, dokumentiert und rückführbar.

Geändert wird erst nach Freigabe. Mit Backup, Testlauf und Rückweg. Nicht mutig ins System springen — sondern kontrolliert verbessern.

So arbeite ich konkret
  • Jeder Schritt wird nachvollziehbar dokumentiert.
  • Vor jedem Eingriff steht ein klarer Rückweg.
  • Keine Abschaltung ohne vorherige Prüfung.
  • Keine Änderung ohne Ihre Freigabe.
  • Jede Maßnahme wird so geplant, dass sie rückführbar bleibt.
  • Sie sehen jederzeit, was geprüft, empfohlen und umgesetzt wird.
Ansage

Sie müssen nicht wissen, wo Ihr Geld versickert. Sie müssen nur jemanden hinsehen lassen, der es findet.

Peter Seifritzberger · ORVANIS

Zeigen Sie mir, wo Geld verbrennt